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27. April 2019 - Einzigartiges Theater für Ansbach

Einzigartiges Theater für Ansbach

27. April 2019: Genossenschaft feierte 100. Geburtstag

ANSBACH – Das Intro zum 100. Geburtstag der Genossenschaft „Theater Ansbach – Kultur am Schloss eG“ war musikalisch. Mit Bläserklängen von „Onoldia Brass“ wurden die Gäste bei der Feier willkommen geheißen. Heribert Schmidt, Vorstandsvorsitzender, eröffnete die Veranstaltung und zeichnete in seinem Vortrag die Geschichte der Genossenschaft nach.

Die Markgrafenstadt Ansbach darf auf eine lange Tradition im Bereich der Künste zurückblicken. Bereits im 17. Jahrhundert fanden erste Aufführungen und Vorstellungen statt. Doch bis 1919 die „Vereinigung der Volksbildung“ mit 97 Mitgliedern gegründet wurde, war es ein langer Weg. Daher stellte Schmidt in seiner Begrüßung der Ehrengäste das Engagement des früheren Vorstandsvorsitzenden Carl-Dieter Spranger heraus: „Er ist das Wagnis eingegangen und hat die Initiative ergriffen, dass kleine aber feine Bespieltheater zu einem Ensembletheater mit eigener Intendanz umgestaltet wurde – eine sehr mutige Tat.“ Der Aufsichtsratsvorsitzende Herbert Matijas schloss sich mit seinem Dank an die Stadt Ansbach und an alle Sponsoren und Förderer an. Besonderer Dank gilt den Frauen und Männern, die sich in der Vergangenheit und heute ehrenamtlich für die Genossenschaft einsetzten.

Oberbürgermeisterin Carda Seidel betonte das „bürgerschaftliche Engagement“, das mit dem vielfältigen kulturellen Angebot in Ansbach und dem Theater verbunden sei. „Die Genossenschaft sorgt für eine breite Verankerung in der Bevölkerung“, so Seidel. „Für Stabilität und Planungssicherheit sorgt die Unterstützung der Stadt, die die Millionengrenze erreicht hat.“ Der CSU-Landtagsabgeordnete Andreas Schalk sprach in seinem Grußwort über die Schwierigkeit, „hohe künstlerische Qualität zu bieten und gleichzeitig den Geschmack vieler zu treffen“. Im Anschluss sprach Werner Müller, Intendant des Stadttheaters in Fürth, er war ab 2005 in die beharrliche Planung eingebunden, das Theater in Ansbach vom Gastspielbetrieb in ein Haus mit Eigenproduktionen zu verwandeln. „Hier wurde eine kulturpolitische Idee und Vision verfolgt und realisiert“, blickte er bei der Feierstunde zurück: „Sie haben Ihr eigenes und einzigartiges Theater für die Stadt Ansbach kreiert. Seien Sie stolz auf das, was hier Wunderbares geschaffen worden ist.“

Dr. Gerhard Walther, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Mittelfranken West eG, stellte in seinem Grußwort die Leistung der Genossen heraus ab dem Jahr 1919 und somit in einer Zeit „großer politischer Umwälzungen“ in Ansbach „eine Plattform für Schauspielkunst und Kultur“ geboten zu haben. „Genossenschaften können Menschen die Chance bieten, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Gleichgesinnte handeln in unternehmerischem Sinne.“ In Ansbach sei es gelungen, mit „unternehmerischem Mut Kultur als wichtigen Standortfaktor zu verankern“, führte Walther aus. Die Organisationsform eines Theaters als Genossenschaft sei einzigartig.  Dafür sprach der Vorstandsvorsitzende den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und allen, die in ihren Gremien Verantwortung tragen und in den letzten 100 Jahren übernommen haben, Dank und Anerkennung im Namen der Genossenschaftsorganisation aus. Er übergab eine Spende in Höhe von 5.000 Euro. Die Hälfte der Summe stelle die VR-Bank Mittelfranken West eG zur Verfügung, die andere Hälfte sei eine „Sonderspende für besondere Projekte“ aus der Raiffeisen/ Schulze-Delitzsch-Stiftung Bayerischer Genossenschaften, erläuterte Walther.

Eine Spende in Höhe von insgesamt 5.000 Euro übergab Dr. Gerhard Walther (rechts), Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Mittelfranken West eG, an den Vorstandsvorsitzenden der Theater-Genossenschaft Heribert Schmidt (links) und den Aufsichtsratsvorsitzenden Herbert Matijas.
07. Januar 2019 - Spende in Höhe von 10.000 Euro übergeben

Spende in Höhe von 10.000 Euro übergeben

Zusätzlich zur Spende von 10.000 Euro gab es eine gereimte Rede

ANSBACH – Der Vorstandsvorsitzende eines Geldinstituts erhält Applaus für einen künstlerischen Beitrag. Dies geschieht gewiss nicht häufig. Dr. Gerhard Walther jedoch erging es gestern als Chef der VR-Bank Mittelfranken West so. Er und sein Stellvertreter Hermann Meckler überbrachten dem Theater Ansbach eine 10.000 Euro-Spende der Bank – und Dr. Walther hielt seine Rede gereimt.

Dr. Walther nahm in dieser Rede Bezug darauf, dass die Genossenschaft Theater Ansbach – Kultur am Schloss 2019 ihr 100-jähriges Bestehen begeht: „Was uns verbindet, ist die Rechtsform der Genossenschaft, damit haben Sie im Theater Ansbach vieles erfolgreich geschafft.“ Der Vorstandsvorsitzende hob zudem hervor: „Theater und Kultur ist wichtig für die Menschen in der Region. Da helfen wir im Jubiläumsjahr gerne mit, nicht nur mit Worten.“ Heute gebe es viele Diskussionen über Gelder für kulturelle Einrichtungen, in allen Städten, sagte Hermann Meckler. „Es wäre jammerschade“, wenn man in der Summe zu stark eingriffe. Der Vorstandsvorsitzende der Theatergenossenschaft, Heribert Schmidt, erwiderte: „Wir haben es am eigenen Leib verspürt.“ Die Stadt habe den ursprünglichen Wirtschaftsplan nicht genehmigt.
Kritik übte er überdies an der Aussage des früheren Kämmerers Hans Schwarzbeck in der FLZ, der sportliche Bereich „kommt meinem Empfinden nach etwas zu kurz gegenüber dem Kulturellen“. Dies könne er „überhaupt nicht teilen“, erklärte Schmidt. Hoffentlich sehe dies dessen Nachfolger Christian Jakobs etwas anders. Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Matijas verneinte dies.
„Wir haben eine gute Verbindung“, würdigte er die Genossenschaftsbank. Dass diese dem Theaterschaffen sehr verbunden sei, unterstrich auch Intendantin Dr. Susanne Schulz. Als eine große und wertvolle Summe bezeichnete sie die Spende.
Claudia Dölker aus dem Theaterensemble rahmte die Übergabe künstlerisch ein – mit Werken von Theodor Fontane und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben.

Bankchef Dr. Gerhard Walther (3. von links) und Stellvertreter Hermann Meckler (2. von rechts) brachten eine Spende mit. Dies freute Genossenschafts-Vorstandsmitglied Rainer Stache, Aufsichtsratschef Herbert Matijas, Vorstandschef Heribert Schmidt, Schatzmeister Helmut Pregler und Intendantin Dr. Susanne Schulz (von links).