Mitgliederreise

Ein Rückblick auf eine gelungene Reise

02. - 09. September 2017

Am 2.09.2017 brachen 43 Reiserteilnehmer aus unserm Geschäftsgebiet zu einer Rundreise durchs Baltikum auf. Nach einem angenehmen Flug mit der Lufthansa wurden wir in Tallin, der Hauptstadt Estlands, von unserer Reiseleiterin Daine und dem Busfahrer Rolandas herzlich in Empfang genommen. Schon bei der Fahrt zum Hotel gewannen wir erste Eindrück vom modernen Tallin.

Am nächsten Tag lernten wir auf einem Stadtrundgang das mittelalterliche Tallin (UNESCO-Weltkulturerbe) kennen. Über den Domberg stiegen wir hinauf zur Oberstadt.  Von einer Aussichtsplattform genossen wir das faszinierende Altstadtpanorama, die roten Ziegeldächer der Unterstadt und vor allem den Blick zum Meer.  Die Unterstadt verströmte mit ihren blank geputzten Gassen und dem lebendigen Marktplatz mittelalterlichen Charme.

Nachmittags besichtigten wir das Schloss Kadriorg (historischer deutscher Name: Katherinenthal), einen herrlichen Barockpalast, der einst die Sommerresidenz des Zaren Peters I. war. Auf dem Rückweg kamen wir am Jachthafen vorbei. Den Tag ließen wir in einem mittelalterlichen Restaurant bei einem rustikalen stimmungsvollen Abendessen ausklingen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir am 4. September 2017 Richtung Süden, nach Riga. Auf unserem Weg durchquerten wir den Nationalpark von Gauja. Sanfte Hügel und wilder Urwald wechselten sich ab. Bereits im 13. Jahrhundert bauten Ordensritter die Festung Sigulda. Berühmt ist auch die nahegelegene Bischofsburg von Turaida, nicht zuletzt durch die Legende der „Rose von Turaida“ bekannt. Stolz ragte die Burg aus dem dichten Wald in die Höhe. Auf dem Weg dorthin, durchquerten wir das herrliche Tal der Gauja und besichtigten die Gutmannshöhle. Am Abend bezogen wir unser Hotel in Riga, der Hauptstadt Lettlands. Vorzüglich zubereiteter Lachs mit Beilagen war unser Abendessen.

5. September 2017 – den Vormittag verbrachten wir mit einer Besichtigung der lettischen Hauptstadt Riga, ehemals mächtige Hansestadt und in 2014 auserwählte Kulturhauptstadt Europas. Die prächtigen Häuser aus der Hansezeit, die engen mittelalterlichen Gassen, die Kirchen, das Schloss und der Dom zeugen von einer wechselvollen Vergangenheit. Zwischendurch stärkten wir uns bei einer Bierverkostung. Zum Essen wurde geröstetes Schwarzbrot mit Sprotten und Käse gereicht. Als Abschluss unserer gemeinsamen Erkundungstour besichtigten wir den unikalen Zentralmarkt von Riga der 1930 erbaut wurde und noch heute zu den größten Märkten Europas zählt. Es gibt nichts, was es dort nicht gibt. Vor allem die niedrigen Preise für Lebensmittel ließen uns staunen. Den restlichen Nachmittag verbrachte jeder auf eigene Faust. Eva und ich kauften in der Markthalle für unser Picknick am nächsten Tag ein. Mit vollgepackten Taschen und Rucksäcken kehrten wir zurück zum Hotel.  Zum Abendessen trafen wir uns in einer Brauerei. Wieder wurde uns landestypisches Essen gereicht:  gebratenen Knöchle und Ripple mit Sauerkraut und Kartoffeln. Höhepunkt des Abends war jedoch eine einheimische Folkloregruppe, die uns Lieder und Tänze aus Lettland näherbrachten. So mancher Reisegast wagte ein Tänzchen.

Am Mittwoch, den 6. September 2017 verließen wir Riga und fuhren Richtung Nida. Unterwegs besuchten wir Rundale, einen Barockpalast aus dem 18. Jahrhundert. Der Palast ist mit authentischen Möbeln, Malerei und Porzellan aus den 18. Jahrhundert ausgestattet. Der Park wurde im französischen Stil angelegt.

 Nächster Halt war dann am Berg der Kreuze, einem unvergesslichen und mystischen Wallfahrtsort. Eva und ich hatten beide Hände voll zu tun, denn wir bereiteten alles für unser Picknick vor. Unsere Gäste dankten uns die Arbeit mit Staunen, bewundernden Worten und einem guten Appetit. Am Ende war fast alles aufgegessen. Nachmittags setzten wir mit der Fähre zur Kurischen Nehrung über. Nach der Ankunft in Nida und dem Check-in in unserem Hotel blieb Zeit für erste Erkundungen des Ortes. Zum Abschluss des Tages erwartete uns ein Naturschauspiel erster Klasse, der volle Mond über dem Haff.

Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne nicht weniger spektakulär. Bei herrlichem Wetter überraschte das Naturschutzgebiet mit einem in Europa einmaligen Wechselspiel der Landschaften: gold - gelbe Sanddünen wechselten sich mit Schilfwiesen und Kiefern- und Birkenwäldern ab, endlos scheinende Strände, weite Buchten und romantische Fischerdörfer. Danach besichtigten wir das traumhaft gelegene Thomas-Mann-Museum. Nida, eine alte Fischersiedlung, ist der schönste Ort und Endpunkt des litauischen Teils der Nehrung. Wir konnten nach Russland sehen. Bei einem Rundgang durch den Ort sahen wir alte Fischerhäuser mit ihren typischen Fahnen, die hübsche Kirche und den Friedhof, auf dessen Kreuzen noch manch deutsche Inschrift zu finden ist. Mittags verkosteten wir am Fischerhof Nida vier verschiedene geräucherte Fischsorten. Die Führung durch eine Bernsteingalerie ließ keine Fragen offen. Doch dann hieß es Abschied nehmen von der herrlichen Landschaft. Am Abend erreichten wir Vilnius die Hauptstadt Litauens und bezogen unser Hotel. Hier erwartete uns ein feines Abendessen mit Lachs und Gemüse.

Nach dem Frühstück unternahmen wir am 8. September 2017 einen Stadtrundgang durch die Altstadt von Vilnius, die wegen ihrer architektonischen Vielfalt 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde. Gotik, Klassizismus, Renaissance und vor allem der Barock prägten das vielseitige Stadtbild. Unsere Reiseleiterin ist Litauerin und zeigte uns ihre Stadt mit noch mehr Herzblut als die Tage vorher. Anschließend stand eine Panorama-Fahrt durch Vilnius auf dem Programm. Den Nachmittag hatten wir für unsere Gäste zur freien Verfügung in Vilnius geplant. Alternativ bestand die Möglichkeiten an einem Ausflug nach Trakai, der alten Hauptstadt des litauischen Reiches, zu unternehmen. Fast alle Teilnehmer fuhren mit und besichtigten die Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert, die auf einer Insel im Galvé-See gebaut ist. Und dann war auch schon der letzte Abend da. Wieder besuchten wir eine urige Brauerei. Hier kredenzte man uns als Hauptgericht Cepelinai, die wohl typischste aller Speisen in Litauen – ein mit Hackfleisch gefüllter Kloß mit gebratenem Speck und Sauerrahm.

Am anderen Morgen hatten wir nochmals freie Zeit in Vilnius bevor uns Rolandas und Daine zum Flughafen brachten und sich herzlich verabschiedeten.

In Rothenburg am Parkplatz, als sich die Gruppe trennte, waren sich alle einig. Das Baltikum ist eine Reise wert. Die Vielfalt der Staaten Estland, Lettland und Litauen, weiße Ostseestrände, verträumte Küstenstreifen, tiefe ursprüngliche Wälder und herrliche Seenlandschaften paaren sich mit Kultur und der bewegten Geschichte dieser drei Länder. Die Hauptstädte Tallinn, Riga und Vilnius blicken auf eine über 800-jährige Geschichte zurück und verstehen es auf wunderbare Weise, ihren kulturellen Charme zwischen Geschichte und Moderne zu versprühen. Land und Leute sind überaus nett, hilfsbereit und offen, jedoch immer mit einem strengen Blick. Unser Dank gilt allen voran unserem Team vor Ort. Mit unerschöpflichen Wissen führte uns Daine durch ihre Heimat. Unser Busfahrer chauffierte uns sicher durch die drei Länder.

Für Eva und mich war aber auch die Verabschiedung von unseren Gästen und Kunden sehr bewegend. Alle bedankten sich bei uns für die interessante Woche, teils mit einem Händedruck, aber auch mit Umarmungen. Viele fragten bereits nach der Reise im nächsten Jahr. Die Frage: „Was müssen wir tun, damit wir wieder dabei sein können?“, war das höchste Lob. Alle unsere Mühen und Anstrengungen hatten sich gelohnt. Unsere tägliche Arbeitszeit von bis zu 14-Stunden 8 Tage lang, sind vergessen. Wir freuen uns, dass wir das Image und die Außenwirkung der VR-Bank Mittelfranken West eG positiv darstellen und unsere Kunden begeistern konnten.

Margit Schuba und Eva Stegmann