Veranstaltungsrückblick

Wir blicken auf unsere Veranstaltungen zum Raiffeisen-Jahr zurück

2018 - Ein besonderes Jahr für alle Genossenschaften. Wir möchten hierüber nicht nur berichten, sondern den Genossenschaftsgedanken auch spürbar machen. Wir blicken auf eine Vielzahl an exklusiven Großveranstaltungen und individuellen Aktionen unserer einzelnen Filialen zurück.

28. Mai 2018 - "Ist ihr Auto auch besser versichert als Sie?"

Ist ihr Auto auch besser versichert als Sie?

28. Mai 2018: Ehemaliger Bundes-Gesundheitsminister Daniel Bahr referiert bei der VR-Bank Mittelfranken West eG

ANSBACH – Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Walther versprach den Mitgliedern und Kunden der VR-Bank Mittelfranken West eG gleich zu Beginn einen spannenden und kurzweiligen Abend – und, er sollte Recht behalten. „Wir haben einen ausgewiesenen Experten zu Gast, der nicht nur aus politischer sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht ein extrem wichtiges Thema betrachtet“, so Dr. Walther in seiner Begrüßung.

Bis auf den letzten Platz war der große Saal beim Bergwirt in Herrieden besetzt. Als Referenten hatte die VR-Bank Mittelfranken West eG Daniel Bahr, ehemaliger Bundes-Gesundheitsminister und nun im Vorstand der Allianz Private Krankenversicherung tätig, gewonnen.
Daniel Bahr, gelernter Bankkaufmann und schon im Alter von 14 Jahren politisch aktiv, studierte dann Volkswirtschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. An derselben Universität studierte er anschließend Business Management mit Schwerpunkt „International Health Care and Hospital Management“. Danach konzentrierte es sich auf seine politische Karriere und war insgesamt 11 Jahre als Mitglied im Bundestag tätig. Von November 2009 bis Mai 2011 bekleidete Bahr das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesministerium für Gesundheit, bevor er am 12. Mai 2011 zum Bundesminister für Gesundheit ernannt wurde und dieses Amt bis Ende 2013 begleitete. Seit Ende 2014 ist Bahr nun bei der Allianz Private Krankenversicherung tätig und wurde Anfang 2017 in deren Vorstand berufen. Dort kümmert es sich vor allem um den Bereich der Pflege.
Das Thema Pflege ist längst in unserem Alltag angekommen, ist doch auch der Film „Honig im Kopf“ – der genau dieses Thema aufgreift – der erfolgreichste Film Deutschlands. „Mit der eigenen Situation beschäftige sich die Bevölkerung aber noch deutlich zu wenig“, so Bahr. Die Menschen werden immer älter und statistisch gesehen wird jeder zweite Mann und 3 von 4 Frauen pflegebedürftig. Die durchschnittliche Pflegedauer beläuft sich zudem auf 7 Jahre bei Männern und auf 6 Jahre bei Frauen – damit verbunden sind erhebliche Kosten und eine nicht zu unterschätzende psychische Belastung.
Die Politik hat hier erste Schritte in die Wege geleitet und zum Teil gibt es auch staatliche Förderungen für Betroffene. Jedoch bleibt die gesetzliche Absicherung eine Teilkostenabsicherung und daher appellierte Bahr an die Zuhörer sich Gedanken über die persönliche Situation zu machen und sich auch beraten zu lassen. Die Menschen wünschen sich möglichst lange in der gewohnten Umgebung leben zu können und dort versorgt zu werden. Genau das kann eine private Pflegevorsorge gewährleisten. Eine Pflegevorsorge kann zudem die Angehörigen auch emotional entlasten und diese Angehörigen wohnen im Schnitt rund zwei Autostunden vom Pflegebedürftigen entfernt.
Zum Schluss zeigte Bahr noch eine Video-Sequenz die die ARD in Auftrag gegeben hatte. So haben viele Deutsche ihr Auto besser versichert als sich selbst und das gilt es zu überdenken. Die angeregte Diskussion im Anschluss zeigte, dass das Thema durchaus präsent ist aber noch zu wenig ernst genommen wird.
„Diese Situation stellt unsere Mitglieder und Kunden vor enorme Herausforderungen und wirft viele Fragen auf. Als Bank, die mehrfach für ihre Beratungsqualität ausgezeichnet wurde, wollen wir aufklären und Lösungsalternativen vorstellen“, erläutert Dr. Walther, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Mittelfranken West eG die Beweggründe für die Veranstaltung in seinem Schlusswort. „Umso mehr freut es uns, dass unsere Veranstaltung auf ein so großes Interesse gestoßen ist“, so Dr. Walther weiter.

Thomas Pfistermeister (Bezirksdirektor der Allianz AG), Dr. Gerhard Walther (Vorstandsvorsitzender), Daniel Bahr, Hermann Meckler (stv. Vorstandsvorsitzender), Martin Arnold (Generalbevollmächtigter), Hans Hasmüller (Leiter VR-Versicherungen) (v.l.n.r.)
Historische Ausstellung in Herrieden

Historische Ausstellung in Herrieden

März 2018: Filiale Herrieden bietet Kunden eine historische Ausstellung zur Entstehung der Genossenschaftsidee

Einen Tag vor dem 200. Geburtstag von Friedrich-Wilhelm Raiffeisen wurde im Kompetenz-Zentrum Herrieden im Rahmen einer kleinen Feierstunde mit rund 30 geladenen Gästen eine historische Ausstellung eröffnet. Diese zeigt in eindrucksvoller Art und Weise die Entstehung der Genossenschaftsidee und ist kombiniert mit einer Zeitreise zu 120 Jahren Raiffeisen in Herrieden. An mehreren Stationen nehmen wir Sie mit auf eine eindrucksvolle Reise von den
Anfängen der Genossenschaft bis hin zu modernen und digitalen Themen der heutigen Bankenwelt. Die Kolleginnen und Kollegen der Filiale Herrieden freuen sich auf Ihren Besuch. Noch bis 18. Mai 2018 können Sie die Ausstellung in der Kundenhalle zu den regulären Öffnungszeiten besuchen.

Historische Ausstellung in Gebsattel

Blick in die Vergangenheit

März 2018: Filiale Gebsattel bot Kunden eine historische Ausstellung zur Geschichte der Bank

Großen Anklang fand die historische Ausstellung in der Filiale Gebsattel. Die Ausstellung zeigte die Geschichte und Entwicklung der Raiffeisenbank Gebsattel zur heutigen VR-Bank Mittelfranken West eG. Die Filiale in Gebsattel blickte somit auf eine über 100 Jahre alte Geschichte zurück aber auch auf das Thema „Genossenschaftsidee“ wurde bei dieser Ausstellung entsprechend eingegangen.

Veranstaltung für Heilberufler

Digitalisierung ja, aber richtig

28. Februar 2018: VR-Bank Mittelfranken West eG zeigt Trends für das Banking auf

ANSBACH - Die Digitalisierung wälzt ganze Lebensbereiche und Geschäftsmodelle um und ist auch im regulierten Deutschen Gesundheitsmarkt angekommen. Welche wesentlichen Entwicklungspfade und digitalen Lösungen haben Eingang in die Arbeitswelt der Heilberufler gefunden und welches Veränderungspotential entsteht wirklich daraus? Genau darauf, gab es die richtigen Antworten.

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung der VR-Bank Mittelfranken West eG mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank gab es interessante Einblicke und Ausblicke der digitalen Transformation anhand konkreter Praxisbeispiele zu sehen.

Frau Jessica Hanneken, Rechtsanwältin und Expertin für Gesundheitspolitik bei der apoBank zeigte sich als äußert kompetente Ansprechpartnerin für die anwesenden Ärzte und ging bei Ihrem Vortrag auf konkrete Praxisbeispiele ein und gab hilfreiche Tipps an die Besucher weiter.

Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Walther bedankte sich bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank und insbesondere bei Frau Hanneken für die äußerst interessanten Ausführungen und stellte zugleich mit Herrn Florian Hirsch den Experten der VR-Bank für Heilberufe als kompetenten Ansprechpartner vor.

Raiffeisen-Donuts für Kunden in Neuendettelsau

Rundum gelungene Sache

Februar 2018: Filiale Neuendettelsau überrascht Kunden mit Raiffeisen-Donuts

Als rundum gelungene Sache betrachtet Filialleiter Günther Engelhardt die rund 2-wöchige Donut-Aktion zum Raiffeisenjahr 2018.

Wir konnten in dieser Zeit einer Vielzahl von Kunden eine süße Freude und Überraschung bereiten, hatten dabei immer wieder die Gelegenheit den Gedanken hinsichtlich der genossenschaftlichen Idee zu erläutern und auch neue Mitglieder für unsere VR-Bank zu gewinnen, so Engelhardt weiter.

Mit dieser Aktion konnte zudem die Zusammenarbeit mit der Bäckerei Hammon gestärkt werden - es hat reibungslos funktioniert.

Hochkarätig besetzte Podiums-Diskussion

Hochkarätig besetzte Podiums-Diskussion zu Ehren Friedrich-Wilhelm Raiffeisens

01. Februar 2018: VR-Bank Mittelfranken West feierte Auftakt zum Raiffeisen-Jahr 2018

Am 01.02. lud die VR-Bank Mittelfranken West eG rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Bildung sowie aus dem Genossenschaftswesen zu einer Art Geburtstagsfeier in das Theater Ansbach. Einer der Gründerväter der genossenschaftlichen Idee - Friedrich-Wilhelm Raiffeisen - würde am 30. März diesen Jahres seinen 200. Geburtstag feiern.

Eröffnet wurde die Feier mit Musik einer vierköpfigen Abordnung des Ansbacher Kammerorchesters, ehe zwei Schauspieler des Freilandtheaters Bad Windsheim eine kurze Sequenz aus dem Leben Raiffeisens auf die Bühne brachten. Inszeniert wurde dieses Stück vom künstlerischen Leiter des Freilandtheaters, Christian Laubert. Im Anschluss referierte Dr. Gerhard Walther, Vorsitzender des Vorstands der VR-Bank Mittelfranken West eG, über die Entstehung der Genossenschaften und die Idee dahinter.  Leidenschaftlich und voller Enthusiasmus warb er für diese einzigartige Idee und prognostizierte ihr eine rosige Zukunft: "Die Idee sei aktueller denn je", so Dr. Walther.

Am 30. März 1818 wurde Friedrich-Wilhelm Raiffeisen als siebtes von neun Kindern in Hamm an der Sieg geboren. Hinein in eine Zeit  voller Umbrüche, neuer Strömungen - und voller Armut, wie Dr. Walther berichtete. Raiffeisen war Bürgermeister einer kleinen Gemeinde im Westerwald. Um zu helfen gründete er den "Weyerbuscher Brodverein", der Brot zu günstigen Preisen an arme Bürger abgab. Wer kein Bargeld besaß, der bekam einen Kredit mit fairen Zinssatz. Dieses Idee setzte sich fort und wurde zur Erfolgsgeschichte.

Eine von Klaus Seeger von Radio 8 moderierte Podiumsdiskussion fand bei den Besuchern großen Anklang. Karin Bucher, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Ansbach verwies in Bezug auf die Genossenschaften auf eine ähnliche Entstehungsgeschichte der IHK, die auch mit der Intention der Hilfe zur Selbsthilfe gegründet wurde. Auch seien die genossenschaftlichen Prinzipen denen eines ehrbaren Kaufmanns sehr ähnlich so, Bucher weiter.

Prof Dr. Dr. Elmar Nass merkte an, dass Genossenschaften gegen unsolidarische Konkurrenz ankämpfen müssen. Zwar würden auch die Unternehmer immer mehr von Werten oder ethischen Geschäften sprechen, aber in der Substanz ändere sich nichts. Es sei die Aufgabe für Genossenschaften, sich in dieser Zeit immer wieder an ihre Werte zu erinnern, betonte der Leiter des Wilhelm Löhe Ethikinstituts Fürth weiter.

„Die genossenschaftliche Idee ist heute noch dieselbe, aber die Rahmenbedingungen sind anders“, so Professor Dr. Richard Reichel, Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Genossenschaftswesen an der Universität Erlangen-Nürnberg. Eingriffe durch den Staat, wie beispielsweise die Bankenregulierung, machten es für viele Genossenschaften zurzeit schwer, betonte Professor Dr. Reichel.

Andreas Hilfenhaus, Regionalleiter Bayern GenoBanken/Verbund der DZ Bank AG sah sich einer kritischen Fragestellung gegenüber: Wenn gerade regionale Verankerung wichtig sei, sei es dann richtig, so viele Filialen und Automaten dicht zu machen und die Leute damit ins Netz zu treiben? "Die Digitalisierung ist notwendig und die Verantwortlichen machen sich derartige Entscheidungen nicht leicht, aber es ist wichtig, dass die Nähe noch da ist, wo es nötig ist. Diesen Spagat schaffen die Genossenschaftsbanken sehr gut", so Hilfenhaus.

Die VR-Bank Mittelfranken West eG wird im laufenden Jahr mit vielen zentralen Aktionen und Veranstaltungen auf das Raiffeisenjahr 2018 hinweisen. Auch sei jede Filiale vor Ort mit mindestens einer Aktion direkt eingebunden, so Dr. Walther zum Abschluss der Veranstaltung.