Dr. Bettina Schacht, Vorsitzende des Aufsichtsrates, eröffnete die Versammlung und begrüßte neben den gewählten Vertreterinnen und Vertretern zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verbund und Region. Besonders würdigte sie die konstruktiven und vertrauensvollen Gespräche mit der Raiffeisen Spar+Kreditbank eG Lauf im Rahmen der Fusionsvorbereitungen. Die Beratungen seien von gegenseitigem Respekt, Vertrauen, Wertschätzung und Offenheit geprägt gewesen. Der Aufsichtsrat habe die Gespräche von Beginn an eng begleitet und empfehle den Zusammenschluss uneingeschränkt.
Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Walther ordnete das Geschäftsjahr 2025 in ein weiterhin wirtschaftlich und politisch herausforderndes Umfeld ein. Schwache Konjunktur, geopolitische Unsicherheiten, steigende regulatorische Anforderungen, demografischer Wandel und der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz wirkten sich auch auf das Bankgeschäft aus. Gerade in solchen Zeiten brauche es starke und verlässliche Partner. Die VR-Bank Mittelfranken Mitte eG habe sich auch 2025 als stabiler Begleiter für Mitglieder, Kunden und die Region erwiesen.
Die Zahlen des Geschäftsjahres 2025 unterstreichen die solide Entwicklung der Bank. In wesentlichen Bereichen konnte die VR-Bank Mittelfranken Mitte eG weiter wachsen:
- Bilanzsumme: 4.602 Mio. Euro, +3,2 Prozent
- Kundeneinlagen: 3.244 Mio. Euro, +3,5 Prozent
- Kundenanlagevolumen: 5.840 Mio. Euro, +4,8 Prozent
- Anlagen im genossenschaftlichen Finanzverbund: 2.592 Mio. Euro
- Kreditneugeschäft: 639 Mio. Euro, davon 255 Mio. Euro Privatkunden und 384 Mio. Euro Firmenkunden
- Buchkreditvolumen: 3.538 Mio. Euro, +3,5 Prozent
- Zinsergebnis: 84,0 Mio. Euro
- Provisionsergebnis: 29,6 Mio. Euro
- Jahresüberschuss: 8,554 Mio. Euro
- Bilanzielles Eigenkapital: 553 Mio. Euro
- Mitglieder: 64.568, Mitgliederquote unverändert 56 Prozent
- Dividendenvorschlag: 3,00 Prozent auf die Geschäftsguthaben
Die Vertreterversammlung stellte den Jahresabschluss 2025 fest und stimmte dem Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses zu. Die Mitglieder erhalten eine Dividende von 3,00 Prozent auf ihre Geschäftsguthaben. Zudem wurden Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2025 entlastet.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Bank bleiben die Mitarbeitenden. Zum Jahresende beschäftigte die VRBank Mittelfranken Mitte eG 532 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In ihre Aus- und Weiterbildung investierte die Bank im vergangenen Jahr mit 2.237 Schulungstagen. Das entspricht rund vier Schulungstagen je Mitarbeitendem. 24 Auszubildende starteten 2025 ihre Ausbildung bei der Bank. Zudem konnten zwölf Auszubildende ihre Abschlussprüfung und sechs Studierende ihr Studium erfolgreich abschließen.
Auch ihre regionale Verantwortung stellte die VR-Bank Mittelfranken Mitte eG erneut unter Beweis. Die Leistungsbilanz weist eine direkte Wirkung von 41,8 Mio. Euro im Wirtschaftsraum aus, unter anderem durch Steuerzahlungen, Kaufkraft der Mitarbeitenden und Aufträge an Handwerksbetriebe. Zusätzlich unterstützte die Bank gemeinnützige Institutionen in der Region mit Spenden in Höhe von 404.000 Euro.
Ein besonderer Moment der Vertreterversammlung war die Ehrung von Reiner Grimm für 25 Jahre ehrenamtliches Engagement im Aufsichtsrat. Dr. Gerhard Walther würdigte Grimm als besonnenen, sachorientierten und ausgleichenden Gremienvertreter, der die Entwicklung der Bank über viele Jahre mit Weitblick begleitet habe. Seit 2001 gehört Reiner Grimm dem Aufsichtsrat an, von 2011 bis 2022 war er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.
Zum Abschluss gab Erwin Einzinger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen. Dazu zählen unter anderem Kundenveranstaltungen zu aktuellen Themen, der VR-BankCup vom 29. Juni bis 5. Juli 2026, die VR-Golf-Trophy am 11. September 2026, der Fotowettbewerb für den MitgliederKalender 2027 sowie das VR-Neujahrskonzert am 4. Januar 2027 im Onoldiasaal Ansbach.
Mit der Vertreterversammlung blickt die VR-Bank Mittelfranken Mitte eG auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und richtet den Blick zugleich nach vorne. Die Bank sieht sich wirtschaftlich solide aufgestellt, regional fest verankert und gut vorbereitet auf die kommenden Herausforderungen.